FAQ

Kritische Äußerungen von Anwohnern beziehen sich momentan vor allem darauf, inwieweit sich der Bau in die Landschaft einfügt. Was können Sie uns dazu sagen?

Wenn man mit dem Einfügen in die Landschaft unterstellt, dass das Gebäude nicht sichtbar ist, also unter der Höhe der Baumwipfel bleibt, so ist dem natürlich nicht so. Das Gebäude soll natürlich sichtbar sein, seine Position zu den KDF-Blöcken zeigen und natürlich auch als Landmarke für das neue Prora stehen. In Simulationen von verschiedenen Standpunkten haben wir aber nachgewiesen, dass der Turm auf der Insel Rügen nur von wenigen Standpunkten überhaupt sichtbar ist. Im Wesentlichen wird die Landmarke von Standpunkten mit großer Entfernung nahe der Küstenlinie aus sichtbar sein, von der Seeseite, von der Seebrücke in Binz und von der Straße aus betrachtet beim unmittelbaren passieren des Standortes. Für diese Blickpunkte ist nun zu beurteilen, ob sich der Bau in die Landschaft einfügt oder nicht. Entlang der Prorer Wiek haben wir auf einer Länge von 2.5 Kilometer das Ostseebad Binz, danach auf 3 Kilometer Länge das KDF Bad und dann der Hafen Mukran auf  1.5 Kilometer Länge Küstenlinie. Getrennt werden diese Bereiche durch den weitgehend ungestörten Küstenwald. Dennoch ist das Landschaftsbild der Wiek mit Ansiedlung und baulichen Anlagen durchsetzt. Das Hochhaus würde die Lage des Ortsteils Prora markieren und diesen als Landmarke verorten. Durch das zurücksetzen von 500 Metern von der Küstenlinie wird der Turm im Vergleich zu den strandnahen Gebäuden perspektivisch an Höhe verlieren und sich der Bebauung der 1. Reihe annähern. Wir sind der Meinung, dass sich das Gebäude in der Abfolge der Ansiedlungen einfügt und wie schon gesagt als Landmarke den Ortsteil Prora verortet.

Wie sieht das Nutzungskonzept für den „Wohnturm“ in Prora aus?

Ein abgeschlossenes Nutzungskonzept gibt es noch nicht. Konzeptionell sind in den untersten fünf Geschossen Parkplätze und öffentliche Nutzungen wie ein Fitness Studio, Rezeption für Ferienwohnungen der KDF-Blöcke und auch Büroflächen möglich. In den folgenden geschossen wären Praxen oder auch eine Klinik denkbar, ebenfalls gibt es konkrete Überlegungen zu einem Boutique-Hotel sowie sozialem Wohnungsbau. In den obersten Geschossen sind Wohnungen, sowohl als Erst- und Zweitwohnsitz oder auch als Ferienwohnungen angedacht. Wichtig und Voraussetzung für die Umsetzung des Vorhabens ist jedoch eine absolute planungsrechtliche Freiheit, was die Nutzung und die Anzahl der Nutzungseinheiten angeht, um das Projekt wirtschaftlich flexibel zu halten. Wir planen in erster Linie eine gemischte Nutzung, die durchgehende Belebung des Standorts über alle Jahreszeiten hinweg schafft. Auch ist die Nutzungsart insbesondere in den unteren Geschossen durch die Nähe der drei Verkehrsadern bestimmt: Die Zufahrt nach Prora, Landstraße Richtung Binz und die Bahnlinie machen das Wohnen in den unteren drei bis fünf Etagen nicht so attraktiv. Deswegen planen wir die Wohnungen überhaupt erst ab der sechsten Etage, wo der Verkehrslärm schon deutlich geringer ausfällt.